Interview mit Hana Sanders-Høstløvet: Urhunde, Wolfshunde und anderes Wildes

29. Jun 2017

Anja:
Hana, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten! Doch zu allererst, bitte stell dich kurz vor!

Hana:
Ich lebe mit meinen Hunden, einem recht speziellen Mischling und einem Husky aus Leistungszucht, mitten in Deutschland. Mein Herz schlägt für ursprüngliche Hunde, Wolfhunde und Dingomischlinge. Ich besuche in meiner Freizeit Halter von Wolfhunden und Wölfen, stehe in engem Kontakt zu Haltern von Dingos und deren Mischlingen und bemühe mich um die Aufklärung über das Verhalten und die Haltung dieser Tiere in Europa. Darüber hinaus engagiere ich mich für eine Wolfhundauffangstation und begleite ab und zu Filmwölfe auf Musikvideo- und Filmdrehs. Auf meinem Blog „Canis Indipendicus“ veröffentliche ich Artikel über positives Hundetraining, die neurobiologischen Hintergründe von Aggressions- und Jagdverhalten, beleuchte das Zusammenleben mit ursprünglichen Hunden und Wildkaniden, Gemeinsamkeiten im Verhalten von Hundeartigen und die Unterschiede zwischen Wolf, Dingo und Hund. Im Zusammenleben mit meinen eigenen Hunden begeistert mich vor allem ihre Eigenständigkeit, ihre Kreativität und ihre Unabhängigkeit. Besonders meine rote Hündin ist ein sehr jagdambitioniertes, eigenwilliges und intelligentes Geschöpf, das am besten lernt, wenn man sich ihres Verhaltensrepertoires bedient und Verhaltensweisen in den gewünschten Rahmen lenkt. Sie erklimmt Bäume, klettert Felswände hoch, öffnet Fenster und Türen so zielsicher, dass ich inzwischen eine sehenswerte Ausstattung an Sicherungen besitze und ist ein unheimlicher Freigeist, der nach langem und intensiven Training jedoch mittlerweile einen Sinn in gegenseitiger Kooperation sieht – wir haben Abkommen, Entgegenkommen und immer mehr Berührungspunkte. Unser Husky hat mir gezeigt, wie schön das Zusammenleben mit einem hündischen Hund sein kann, wie angenehm es ist, ein wenig „Will-to-please“ zu erleben und einen zuverlässigen Begleiter zu haben – nichtsdestotrotz ist mein Faible das Ursprüngliche, Wilde und Eigensinnige in Hunden und Hundeartigen, für mich steht fest, immer mit mindestens einem speziellen Hund zusammenzuleben.
Anja:
Du hast ja mit unterschiedlichen Hybriden zu tun, gibt es da sehr starke Unterschiede im Verhalten ob z.B. ein Wolf oder Dingo mit drin ist?

Hana:
Hunde mit Wildtieranteil sind keine Hybriden, sondern Mischlinge, da Wolf und Hund derselben Gattung angehören und die Nachkommen fertil sind – bei klassischen Hybriden, beispielsweise dem Muli oder einem Zesel, ist das anders.

Meiner Erfahrung mit den Kreuzungen, die ich persönlich erlebt habe und aus Gesprächen mit Haltern von Kreuzungen, die außerhalb Europas leben, liegen die Unterschiede vor allem in der Art der Entstehung dieser Tiere – Kreuzungen aus Wolf und Hund entstehen in den meisten Fällen nicht durch Verpaarungen zweier wildlebender Tiere, sondern aus geplanten Verpaarungen zahmer Tiere.
Es werden gezielt Wolfhunde mit unterschiedlichem Wolfsanteil gezüchtet, in erster Generation aus handaufgezogenen Wölfen, die seit Generationen in Menschenhand leben und aus Hunden / Wolfhunden, verpaart. Je nach dem Wesen der Elterntiere, verwendeter Wolfsart, verwendeter Hunderasse und nach Aufzucht sind die Tiere mehr oder weniger scheu, trainierbar und an den Menschen gebunden. Die Aufzucht spielt eine sehr große Rolle, selbst ein niedrigprozentiges Tier mit Wolfsanteil kann bei schlechter Aufzucht ausgesprochen scheu werden, wobei steigender Wildtieranteil meist steigende Verhaltensintensität bedeutet.
Im Gegensatz zu Dingos können wildgeborene Wölfe und Kojoten in der Regel nicht an ein Leben in Menschenhand gewöhnt werden, sie bleiben dauerhaft scheu bis panisch in menschlicher Nähe.

Dingos sind häufig offener als Wölfe, sie zeigen Menschen gegenüber eine deutlich geringere Scheu und leben häufig in Gebieten, in denen sie zumindest aus der Ferne mit Menschen konfrontiert werden. In Australien gibt es sowohl Verpaarungen zwischen wildlebenden Dingos und streunenden Haushunden als auch gezielte Würfe und Unfallwürfe – die Privathaltung von Dingos ist in einigen Teilen Australiens erlaubt (i.d.R. Mit Auflagen und Bewilligung verknüpft), sodass einige bereits seit Generationen mit Menschen zusammenleben.
Nichtsdestotrotz unterscheiden sich Dingos stark von Haushunden, sie brauchen, genau wie andere Wildtiere, ausbruchssichere Gehege, werden spät oder gar nicht stubenrein, können nicht allein bleiben, ohne ausbrechen zu wollen oder zu zerstören, sie sind eigenständig, sie sind zurückhaltender als Hunde, sehr instinktiv und sehr jagdambitioniert. Im Gegensatz zu Wölfen sind sie deutlich bessere Kletterer, können ihre Hüften auskugeln, ihre Pfotengelenke um die eigene Achse drehen und ihren Kopf um 180° in den Nacken drehen – das ermöglicht ihnen eine unter Hundeartigen nahezu einzigartige Bewegungsfreiheit. Sie sind dennoch meines Erachtens vergleichsweise leichter zu halten als reine Wölfe, sie gleichen eher Wolf-Hund-Kreuzungen als anderen reinen Wildtieren, vor allem in Bezug auf die Offenheit und die Anpassungsfähigkeit, die allerdings nicht allen Tieren innewohnt.

Copyright von Jen Parker

Da es bei Kojoten und Hunden in den meisten Fällen zu ungewollten Kreuzungen aus wildlebenden Tieren kommt, sind die meisten dieser Tiere extrem scheu, werden nicht stubenrein, urinieren und koten bei Besuchsempfang unter sich, können nicht an fremde Umgebungen gewöhnt werden und zeigen ihr Leben lang starke neophobische Züge (Neophobie = Angst vor Neuem).
Selbst gewollte Verpaarungen zahmer Kojoten und zahmer Hunde sind häufig deutlich extremer in ihrem Verhalten als Kreuzungen aus Wolf und Hund oder Dingo und Hund – der Kojotenanteil ist optisch häufig deutlicher erkennbar als ein Wolfsanteil und schlägt sich auch im Verhalten wesentlich stärker nieder. Selbst bei optimaler Aufzucht sind diese Tiere häufig scheu.

Anja:
Stimmt es, dass Hunde mit Wildtieranteil eher ängstlicher gegenüber allem Neuen sind? Wie sieht es bei Urhunden aus?

Hana:
Wildtiermischlinge sind grundsätzlich neophobisch, je nach Sozialisierung und genetischen Voraussetzungen mehr oder weniger stark ausgeprägt. Häufig zeigen sie ihr Leben lang Furcht, Angst oder Panik vor neuen Objekten, Menschen oder Umgebungen, die zwar durch intensives Training besser wird, aber selten komplett verschwindet. Es gibt auch Individuen, die sehr offen und mutig sind, diese sind jedoch Ausnahmen, die meisten Tiere reagieren interessiert-distanziert, reserviert, scheu oder panisch auf Unbekanntes.
Es gibt Urhunde, die dieses Verhalten ebenfalls zeigen, jedoch in deutlich milderer Ausprägung. Die Angst vor Neuem ist eine Überlebenseigenschaft, die Haushunde nicht mehr brauchen – sie ist im Zusammenleben mit Menschen hingegen eher hinderlich, deshalb wird sie selten gezeigt. Ausnahmen stellen meist Hunde mit Deprivationssyndrom dar, ansonsten sind lediglich leichte neophobische Tendenzen in Haushunden erkennbar.
Skepsis gegenüber unbekannten Gegenständen und Menschen zeigen Urhunde jedoch häufig, vor allem ältere Typen, Hunde aus dem Ursprungsland, wohingegen modernere Typen der jeweiligen Rasse meist mutiger, angepasster und weniger intensiv in der Gesamtheit ihres Verhaltens sind.
Vergleichen mit anderen Hunderassen sind sie jedoch alle vergleichsweise skeptisch, zeigen dafür jedoch auch ein stärkeres Explorationsverhalten.

Anja:
Wie stark binden sich Hunde mit Wildtieranteil an Menschen? An ihre Bezugsperson und Personen mit denen sie mehr zu tun haben?

Hana:
Die meisten dieser Tiere sind Ein-Mann-Tiere, die sich nur auf ihre Bezugspersonen einlassen können. Sie sind deutlich eigenständiger als viele Hunde und kooperieren deshalb weniger intensiv mit ihrer Bezugsperson, zeigen dafür jedoch große Schwierigkeiten beim Alleinbleiben. Die meisten können ihren Besitzer niemals wechseln, da sich an neue Bezugspersonen nicht mehr binden und nach einem Besitzerverlust zum Teil starke Verhaltensdefizite zeigen.
Viele binden sich sehr eng an andere Hunde(artige) in ihrem Umfeld, manche können ohne andere Hunde nicht mehr spazierengehen oder ziehen sich gänzlich zurück, wenn der tierische Lebenspartner gestorben ist.

Anja:
Thema Ressourcen, also Futter, Wasser, Bezugspersonen, Spielzeug, neigen Hunde mit Wildtieranteil eher zur Ressourcenverteidigung? Wo sind da die Unterschiede zu Urhunden und Hunden?

Hana:
Ich erlebe die meisten Wildtiermischlinge als deutlich gemäßigter und fairer im Umgang mit Ressourcen – verteidigen sie jene jedoch, ist das häufig extrem und übersteigt die Ressourcenverteidigung von Hunden stark. Sie beanspruchen meist für sie wichtige Ressourcen, beispielsweise Futter, allerdings nur, solange sie Interesse an der Ressource haben.
Hunde beanspruchen häufig Ressourcen, die sie gar nicht wollen, damit der andere sie nicht bekommt und verteidigen beispielsweise Kauartikel, die sie ohne Konkurrenz nicht anrühren würden. Das gibt es auch bei Wildtiermischlingen, ich habe es allerdings als vergleichsweise seltener wahrgenommen, meines Erachtens sind sie ernsthafter und fairer im Umgang mit Ressourcen.

Anja:
Hunde mit Wildtieranteil und Artgenossen. Was für Auswirkungen hat der Wildtieranteil im Verhalten gegenüber Artgenossen? Hunde mit Wildtieranteil, Urhunde, Hunde, wer versteht sich mit wem am Besten?

Hana:
Die meisten Tiere mit Wildtieranteil sind ab dem Erwachsenwerden nicht mehr verträglich. Hündinnen sind häufig deutlich ernsthafter als Rüden und gehen gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen in Beschädigungs- oder Tötungsabsicht vor, bei intakten oder kastrierten Rüden funktioniert es häufiger untereinander, während dies bei weiblichen Tieren eine absolute Ausnahme darstellt.
Im Erwachsenenalter haben die meisten dieser Tiere eine große Individualdistanz, vor allem fremden Hunden und gleichgeschlechtlichen Tieren gegenüber, sie sind im Konflikt deutlich ernsthafter und können selten mit juvenilem oder distanzlosem Verhalten fremder adulter Hunde umgehen. Urhunde zeigen diese Tendenzen auch, jedoch häufig deutlich schwächer ausgeprägt.
Viele Hunderassen, vor allem jene, die auf Verträglichkeit selektiert wurden, zeigen stark juveniles (kindliches) Verhalten, begegnen anderen deeskalierend, meiden Konflikte, sind jedoch distanzlos und weniger präzise und ausdrucksstark in ihrer Kommunikation.
Wildtiermischlinge werden vollständig erwachsen, Urhunde erreichen meines Erachtens eine deutlich höhere Reife als die meisten anderen Hunde, bewahren sich jedoch auch einige jugendhafte Züge, die das Zusammenleben mit Menschen und Artgenossen deutlich erleichtern.

Anja:
Wie ernsthaft jagen Hunde mit Wildtieranteil gegenüber Urhunden und Hunden?

Hana:
Viele Hunde mit Wildtieranteil zeigen ein vollständiges, ernsthaftes Jagdverhalten, das vor allem auf Erfolgsaussichten abgestimmt ist. Einige jagen nur an der Leine, wenn das Beutetier direkt vor ihnen ist, andere können genau einschätzen, wie lang die Leine ist und wie fest der Halter sie hält und jagen dann, wenn sie nahezu sicher sind, die Beute zu erwischen. Sie jagen nicht kopflos, sie sparen Energie.
Urhunde sind deutlich ernsthaftere Jäger als viele andere Hunderassen, allerdings ist ihr Jagdverhalten häufig nicht vollständig und weniger erfolgsorientiert, gerade junge Individuen jagen oftmals kopflos oder können ihren Erfolg nicht einschätzen, brechen eine erfolglose Jagd nicht ab, sondern jagen weiter.

Anja:
Es macht ja einen Unterschied ob eine eigenständige, urige Hunderasse oder ein Hund mit Wildtieranteil, wo (in welchen Eigenschaften) sind, nach deinen Erfahrungen, die urigen Rassen mehr Hund und was teilen sie sich (wenn vielleicht auch nur ansatzweise) mit den Hunde mit Wildtieranteil?

Hana:
Meines Erachtens ist jeder Hund ohne Wildtieranteil in allen Punkten mehr Hund als ein Tier, in dem ein nicht geringer Teil Wolf, Dingo, Kojote oder Schakal steckt. Hundeverhalten hat eine riesige Bandbreite, auch Hunde können scheu, eigensinnig, gelenkig, hochintelligent, kreativ, instinktiv und für sich selbst denkend sein, allerdings ist ein Hund, der unter den gleichen Voraussetzungen wie ein Tier mit Wildtieranteil aufgewachsen ist, in seinem Verhalten niemals so intensiv wie ein Wildtiermischling.
Das Instinktverhalten ist häufig auf ganzer Linie deutlich weniger ausgeprägt, es ist durch Domestikation, durch Selektion auf das Zusammenleben mit Menschen, abgemildert – Urhunde haben deutlich weniger Probleme mit Stubenreinheit, dem Alleinbleiben, Ausbruchsversuchen, der Ernsthaftigkeit, Scheu, Neophobie, das Jagdverhalten ist meist anders, die physiologischen Eigenschaften sind anders, sie kooperieren besser mit Menschen, können sich an neue Umgebungen gewöhnen.
Bei Wildcaniden wurde „tool-use“, die Nutzung von Gegenständen, um an Erfolg zu kommen, beobachtet. Etwas, das bei anderen Caniden bislang nicht festgestellt werden konnte. Die meisten Hunde, auch Urhunde, orientieren sich am Menschen, etwas, das Wildcaniden im Ernstfall nicht zeigen, meist unabhängig von ihrem Trainingsstand.
Im Gegensatz zu anderen Hundetypen haben Urhunde jedoch viele Eigenschaften, die an Wildtiere erinnern. Viele sehen Australischen Dingos oder Neuguinea-Dingos nicht nur ähnlich, sie gleichen ihnen auch in bestimmten Punkten – sie sind ebenfalls eigenständige, jagdambitionierte, intelligente Freigeister. Hunde, die für sich denken, die neugierig und erkundungsfreudig, aber auch skeptisch und reserviert sind, die gern klettern, die sich gern in Höhlen verstecken, heulen, viel Wert darauf legen, dass ihre Individualdistanz gewahrt wird und Unfairness nur selten verzeihen.
Der Spalt zwischen Urhunden und Wildcaniden ist einerseits groß, andererseits jedoch mit Blick auf andere Hundetypen sehr gering, sie sind ursprünglicher und weniger angepasst an die westlich orientierten Bedürfnisse des Menschen, sie sind auf ihre Weise „wild“ und passen doch hervorragend in das Zusammenleben mit den richtigen Menschen.

Anja:
Haltung von Hunde mit Wildtieranteil, was ist anders als bei Urhunden und Hunden?

Hana:
Die Haltung kann sich stark unterscheiden, wobei es immer wieder Ausnahmetiere gibt, die im Haus leben, ohne Leine laufen, in Schulen gehen, bei Filmdrehs- und Fotoshootings mitarbeiten können und auch ansonsten eher an einen Haushund im Wildtierkostüm erinnern. Die meisten dieser Tiere brauchen jedoch besondere Voraussetzungen – ein anderes Verständnis für das Zusammenleben, nicht die Erwartung, mit einem Hund zu leben, ein Gehege oder einen ausbruchssicheren Raum / Zwinger im Haus, Menschen, die damit leben können, nur in menschenleeren Gebieten spazieren zu gehen, die fehlende Stubenreinheit verkraften oder das Tier nicht im Haus halten. Im Ernstfall muss man sein ganzes Leben nach dem Tier richten, das ist bei Hunden nur in Ausnahmefällen so.

Anja:
Im Zusammenhang mit Hunden mit Wildtieranteil hört man schon mal von der sogenannten Winteraggression , was ist damit gemeint?

Hana:
„Winteraggression“ oder auch saisonale Aggression bezeichnet das Verhalten von Wildcaniden während der Paarungszeit, die meist im Winter stattfindet. Bei Wölfen liegt diese zwischen Dezember und Februar, bei Dingos fällt der australische Winter auf Mai-Juli. Während dieser Zeit sind vor allem männliche Tiere aggressiv, sie brauchen Raum, wandern von ihrem Familienverbund ab, setzen sich gegenüber anderen Artgenossen durch, um selbst eine Familie zu gründen. Im Zusammenleben mit Menschen kann das eine Herausforderung werden, wenn das Tier nicht genügend Abstand und Ruhe hat. Vor allem der zweite Winter, der mit dem Beginn der geistigen Reife einhergeht, ist intensiv, danach wird das Verhalten von Jahr zu Jahr weniger ausgeprägt. Einig e Tiere zeigen es gar nicht, andere sehr ausgeprägt.
Auch Weibchen können während dieser Zeit unruhig werden, sich zurückziehen wollen, noch aggressiver auf andere Weibchen und auch auf weibliche Menschen reagieren.

Anja:
Zum Abschluss noch, was liebst du besonders an Hunden mit Wildtieranteil?

Hana:
Ich schätze im Umgang mit Dingomischlingen und Wolfhunden die Intelligenz, das Problemlösungsverhalten, die besondere Agilität und Kreativität. Sie sind deutlich intensiver als Hunde, wenn man sie nicht versteht und auf sie eingeht, türmen sich schnell Probleme auf. Mich faszinieren vor allem die Unterschiede zu Hunden, weil sie mir vieles darüber, was Hunde sind, was sie nicht sind und was unser Zusammenleben mit ihnen ausmacht, beigebracht haben und noch immer beibringen. Sowohl der Kontakt zu den Tieren selbst als auch der Kontakt zu Haltern, die seit Jahren mit diesen Tieren leben, hat mir gezeigt, dass die Grenzen zwischen dem, was möglich und unmöglich ist, manchmal sehr schnell aufweichen können.
Ich mag Herausforderungen und ich finde es spannend, was möglich ist – bei allen Hundeartigen. Genau deshalb schätze ich den Umgang mit Urhunden, Hunden mit Wildtieranteil und aggressiven oder deprivierten Hunden – sie alle haben spezielle Bedürfnisse, in die man sich einfinden muss, hat man den Schlüssel dazu erst mal gefunden, kann man rasante Fortschritte erzielen.

Anja: Vielen, lieben Dank Hana! Für alle die noch mehr Wissen wollen, hier der Link zu Hana’s Homepage https://canisindipendicus.blog/